Autor: Fabio Mota

  • Unsere neue Webseite ist online – moderner, übersichtlicher, benutzerfreundlicher

    Unsere neue Webseite ist online – moderner, übersichtlicher, benutzerfreundlicher

    Liebe Fahrgäste, Partnerinnen und Freunde der Forchbahn

    Mit grosser Freude präsentieren wir euch unsere neue Webseite im frischen Design. Neben einem modernen Erscheinungsbild haben wir besonderen Wert auf eine verbesserte Benutzerführung und aktuelle, hilfreiche Inhalte gelegt – damit ihr euch noch einfacher zurechtfindet und schnell genau das findet, was ihr sucht. Ein besonderes Highlight: Ab sofort könnt ihr ganz bequem online einen Beratungstermin buchen – flexibel und passend zu euren individuellen Plänen.

    Schaut vorbei und entdeckt die neue forchbahn.ch:

    👉 www.forchbahn.ch

    Wir sind gespannt, wie euch unser neuer Auftritt gefällt – euer Feedback ist herzlich willkommen!

  • Startschuss für erste Vorarbeiten zum «Cluster 27» am Bahnhof Scheuren

    Startschuss für erste Vorarbeiten zum «Cluster 27» am Bahnhof Scheuren

    Als Teil des Projekts «Cluster 27» der Forchbahn AG werden unter anderem die Bahnhöfe in Scheuren, Hinteregg sowie Langwies ab Sommer 2027 modernisiert und barrierefrei ausgebaut. Das «Cluster 27» dient dazu, Synergien zu nutzen und die Bauzeit insgesamt zu verkürzen. Bereits im September 2025 beginnen nun die ersten Vorarbeiten im Bereich des Bahnhofes Scheuren.


    Es ist ein Startschuss für die Zukunft: Im Rahmen der umfassenden Erneuerung der Bahninfrastruktur inklusive des barrierefreien Ausbaus der Bahnhöfe Scheueren, Hinteregg und Langwies wurden mehrere Einzelprojekte zum neuen Gesamtprojekt «Cluster 27» der Forchbahn AG zusammengefasst. Hierdurch wird die Bauzeit verkürzt – zum Vorteil aller Passagierinnen und Passagiere, aller Anwohnenden und der Forchbahn sel

    Erste Vorarbeiten beim Bahnhof Scheuren

    Der Hauptteil der Arbeiten des Projekts «Cluster 27» wird im Jahr 2027 erfolgen. Doch bereits jetzt werden dafür Vorarbeiten in Angriff genommen. Für die Umbauarbeiten am Bahnhof Scheuren richtet die Forchbahn ab dem 15. September 2025 im Bereich der Bachlenstrasse am Dorfausgang von Scheuren in Richtung Egg einen Installationsplatz ein. Ab 22. September beginnen die unumgängliche Rodung der Hecke im Bauperimeter sowie das Abtragen des Oberbodens zwischen dem Tunnelportal Scheuren und dem Bahnhof Scheuren. Dies dient der Vorbereitung der späteren Erstellung von Stützmauern und eines darin integrierten Technikraums (vgl. Abbildung nächste Seite). Die Forchbahn wird über die nächsten Bauphasen ebenfalls informieren.

    Von Ende September 2025 bis im Sommer 2026 erstellt die Forchbahn AG in der Böschung gegenüber den Gebäuden Forchstrasse 121 und 123 Stützmauern und einen darin integrierten Technikraum. Bild: Forchbahn

    Fussverkehr Kreisel Aesch zum Bahnhof Scheuren

    Zur Vorbereitung der anstehenden Arbeiten werden ab dem 22. September die Fussgängerinnen und Fussgänger durch einen Verkehrsdienst gelenkt. Eine Person des Verkehrsdienstes wird zwischen dem Kreisel in Aesch und dem Bahnhof Scheuren für rund zwei Wochen für die Sicherheit des Fussverkehrs sorgen. «Uns ist wichtig, dass die Anwohnenden und Pendelnden frühzeitig und transparent darüber informiert werden – und soweit möglich, planen wir so, dass die Belastungen für die Bevölkerung minimiert werden», sagt Seraina Tresch, Projektleiterin Fahrweg bei der Forchbahn AG.

    Zufahrt zur Autobahn bleibt gewährleistet

    Die Zufahrt zur Autobahn bleibt während der Bauarbeiten jederzeit gewährleistet. Kurzzeitige Einschränkungen sind jedoch nicht auszuschliessen. Die Erdarbeiten können zudem nur bei geeigneten Bodenverhältnissen durchgeführt werden. Sollten starke Niederschläge auftreten, kann sich der Starttermin verschieben.

    Die Forchbahn dankt allen Betroffenen für ihr Verständnis und ihre Geduld während der Bauzeit.

    Für Fragen und Rückmeldungen steht Ihnen jederzeit die Projektleiterin Seraina Tresch zur Verfügung:
    Seraina Tresch, seraina.tresch@forchbahn.ch, +41 44 395 18 70.

  • Plananpassungen für Forchbahn-Haltestelle in Hinteregg

    Plananpassungen für Forchbahn-Haltestelle in Hinteregg

    Die Forchbahn bündelt mit dem Cluster 2027, unter anderem, drei vormals separate Bauprojekte hinsichtlich der Sanierungen der Bahnhöfe Scheuren, Langwies sowie Hinteregg. Und sie realisiert diese, zur Nutzung von Synergien, später als ursprünglich geplant. Dadurch profitieren die Anwohnenden 2027 insgesamt von einer kürzeren Bauphase. In diesem Zusammenhang steht auch das aktuelle Plangenehmigungsverfahren für den Teilbereich Hinteregg.

    Bei der Sanierung der Forchbahn-Haltestelle Hinteregg sollen nochmals Optimierungen vorgenommen werden. Fotos: Forchbahn

    Die Forchbahn AG treibt die Modernisierung ihrer Infrastruktur konsequent voran: Auch die Bahnhöfe Scheuren, Langwies und Hinteregg werden barrierefrei ausgebaut und gleichzeitig für den Betrieb modernerer Züge optimiert. Um die Bauzeit zu verkürzen und die Belastung für Anwohnende zu minimieren, werden die Einzelprojekte zum neuen Gesamtprojekt Cluster 27 zusammengefasst. Durch die clevere Bündelung der Bauvorhaben kommt es zu einer Win-Win-Situation, von der ab Sommer 2027 alle Anwohnenden, alle Passagiere und die Forchbahn selbst profitieren.

    Damit der Cluster 2027 zum Erfolg geführt werden kann, gilt es an bereits geplanten Teilprojekten wie der Sanierung der Forchbahn-Haltestelle Hinteregg nochmals Optimierungen vorzunehmen. Geplant ist im Umfeld der Forchbahn-Haltestelle Hinteregg neben der Umgestaltung der Haltestelle selbst der Austausch der Weiche in Fahrtrichtung Esslingen durch eine Weiche mit einem grösseren Radius, was eine Verschiebung eines Bahnübergangs zur Folge hat. Ausserdem sind etwa Anpassungen an den Entwässerungsanlagen sowie die Berücksichtigung von Anliegen der anstossenden Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer aus den ersten Plangenehmigungsverfahren eingeflossen.

    Während des sogenannten Plangenehmigungsverfahrens können die Unterlagen zum angepassten Teilprojekt der Haltestelle Hinteregg vom 8. September bis 7. Oktober 2025 während der ordentlichen Öffnungszeiten auf dem Bauamt der Gemeinde Egg sowie im Internet unter www.zh.ch/auflagen-eisenbahnen eingesehen werden. Die durch die Baumassnahmen geplanten Veränderungen werden zudem während der Auflagefrist im Gelände ausgesteckt und die Hochbauten profiliert. Die direkt betroffenen Anrainer wurden von der Forchbahn AG bereits informiert.

  • Mit Taktgefühl für die Kundschaft da

    Mit Taktgefühl für die Kundschaft da

    Melek Bozok ist 23 Jahre alt und eine der guten Seelen im ZVV-Contact Center bei der Forchbahn. Im Portrait erläutert sie ihre vielfältigen Aufgaben, wieso Kundenzufriedenheit das höchste Gut ist – und wieso sie sich trotz längerem Arbeitsweg sofort für die Forchbahn entschieden hat.

    Winterthur, früh am Morgen: Mit lauter Musik in den Ohren und einem Kaffee in unmittelbarer Nähe sind bei Melek Bozok die Weichen gestellt für einen optimalen Start in den Tag auf der Forch – und das mit einem klaren Ziel vor Augen: Die 23-Jährige möchte – dann natürlich ohne Musik – den Kundinnen und Kunden der Forchbahn ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

    Mit Zwischenstopps ans Ziel

    Schon ihre Lehre als Detailhandelsfachfrau bei der SBB legte den Grundstein für Melek Bozoks Begeisterung für die Bahn, den Verkauf und die Reiseberatung. Nach einem pandemiebedingten Zwischenhalt startete sie nach der Lehre mit einem Abstecher als Kaffeespezialistin in der Nespresso Boutique, fand jedoch schnell den Weg zum ZVV-Schalter im Stadthaus Winterthur. Irgendwann fragte der ZVV an, ob Melek Bozok bei der Forchbahn unterstützen könne, was sie natürlich sofort gerne übernahm. Sofort gefiel ihr die Atmosphäre auf der Forch. Als Peter Seiler, Bereichsleiter Produktion, sie dann direkt ansprach, ob die Forchbahn etwas für sie wäre, war die Antwort für sie sofort klar: «Die Forchbahn soll es sein.» Im August 2024 ging es los.

    Den deutlich längeren Arbeitsweg von eineinhalb Stunden im Vergleich zu fünf Minuten in Winterthur nimmt Melek Bozok dafür gerne auf sich. «Ich schätze besonders den familiären Umgang im gesamten Team sowie auch unter allen Mitarbeitenden der Forchbahn. Und die Flexibilität – man schaut aufeinander, unterstützt einander und ist für die Kundinnen und Kunden und einen reibungslosen Betrieb da, wo man kann.»

    Bei Fragen zur Forchbahn hilft Melek Bozok am ZVV-Schalter gerne weiter. Fotos: Forchbahn

    Kein Tag ist gleich

    Egal, ob es um Mehrfahrtenkarten, internationale Reisen oder das richtige Abo geht, Melek Bozok weiss Bescheid. Dazu kommen Gespräche mit dem Lernenden, den sie als Berufsbildnerin betreut, Buchungen per Telefon oder Mail, Pick-Post und natürlich der Schalterdienst und das Reisebüro selbst. Genauso vielfältig wie der Arbeitsalltag ist auch die Kundschaft mit ihren unterschiedlichen Altersgruppen und Neu-, aber auch vielen Stammkunden, die immer wieder kommen, um sich im Reisebüro beraten zu lassen, wenn ein grosser Ferien-Trip in Planung ist. Melek Bozok schätzt den Kontakt mit den Kundinnen und Kunden sehr. Dabei hat sie immer das Ziel vor Augen, weiterzuhelfen, alles einfach zu gestalten und das beste Angebot für jede und jeden zu finden. «Mein Ziel ist es, dass unsere Kundinnen und Kunden am Ende mit einem guten Gefühl und einem Lächeln den Schalter verlassen», sagt sie strahlend.

    Natürlich ist der Kundenkontakt nicht immer einfach: Kommt es ausnahmsweise doch mal zu einem Problem, ist die Kundschaft zu Recht anspruchsvoll, manchmal auch fordernd. Melek Bozok sagt: «Einfach immer cool bleiben.» Schliesslich sei und bleibe die Kundin oder der Kunde die Königin oder der König. Ruhig bleiben ist für sie kein Problem. Was würde Melek Bozok bei einem Überfall tun? «Tief durchatmen», sagt sie mit einem Augenzwinkern, «Panik bringt schliesslich niemandem etwas.»

    Im Reisebüro auf der Forch können sich Kundinnen und Kunden für nationale wie internationale Reisen beraten lassen.

    Malediven oder Manhattan

    Wenn sie nicht gerade am Schalter die Kundschaft bedient, Bürodienst hat oder Mails und Telefon betreut, träumt Melek Bozok selbst vom Reisen – auf die Malediven oder nach New York. Ein starker Kontrast? Ja, aber sie geniesst beides, einerseits die Ruhe, die Entspannung und das klare Wasser auf den Malediven, andererseits den Trubel der Stadt, die niemals schläft. Auch mit dem Zug verreist sie gerne. Auf ihrer letzten Reise ging es mit dem Nachtzug nach Wien, anschliessend nach Budapest und von da wieder zurück nach Zürich.

    «Mein Ziel ist es, dass unsere Kundinnen und Kunden am Ende mit einem guten Gefühl und einem Lächeln den Schalter verlassen.»

    Melek Bozok, ZVV-Contact Center

    Nie ohne Musik

    Nach einem Arbeitstag bei der Forchbahn entspannt Melek Bozok so, wie sie bereits den Tag begonnen hat – mit Musik. Seit Kurzem greift sie abends und an Wochenenden selbst zur Gitarre, was sie schon immer machen wollte und kürzlich umgesetzt hat. Ansonsten geht sie gerne spazieren oder geniesst die Ruhe am Zürichsee – und blickt dann in die Ferne, hoch in Richtung Forch.

  • Projekt Sanierung Bahnübergänge

    Projekt Sanierung Bahnübergänge

    Mit Schrankanlagen werden Kollisionen zwischen Zügen und den bahnkreuzenden Verkehrsteilnehmern vermieden. Die Forchbahn hatte noch drei ungesicherte Bahnübergänge, die mit Barrieren ausgerüstet werden mussten, um Unfälle zu vermeiden und die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.

    Das Eisenbahngesetz und die entsprechende Eisenbahnverordnung schreiben seit 2003 vor, dass Bahnübergänge gesichert werden müssen. Das Bundesamt für Verkehr verlangte von der Forchbahn AG dementsprechend bis Ende 2014 ein vollständiges Plangenehmigungs- oder Baugesuch zur Sicherung der Bahnübergänge. Die Plangenehmigungsverfügungen für die Bahnübergänge Binz- und Trichterhauserstrasse wurden im Jahr 2020 ausgestellt.

    Die Forchbahn verkehrt zwischen Rehalp und Esslingen durchgehend als Eisenbahn. Damit kann sie schneller fahren und einen stabilen Fahrplan anbieten. Zwischen Rehalp und Stadelhofen verkehrt die Forchbahn als Strassenbahn. Dazu muss sie jederzeit vor einem festsitzenden Hindernis anhalten können, was die durchschnittliche Fahrgeschwindigkeit stark reduziert. Monatlich müssen durchschnittliche zwei Kollisionen mit unvorsichtigen Verkehrsteilnehmenden konstatiert werden. Diese sind mit Streckenblockierungen und Verspätungen verbunden. Ohne Schrankenanlagen müssten die Züge die Bahnübergänge mit stark reduzierter Geschwindigkeit befahren, was eine längere Rotlichtphase für die anderen Verkehrsteilnehmenden zur Folge hätte.

    Zahlen und Fakten:

    • Baustart: 2023
    • Inbetriebnahme: 2025
    • Baukosten: CHF 6 Mio.
  • Auf den Spuren der alten Frieda

    Auf den Spuren der alten Frieda

    Schon seit über 100 Jahren verbindet die Forchbahn das Zürcher Oberland mit der Stadt. Im Volksmund liebevoll Frieda genannt, hat sie schon viel gesehen und erlebt. Spannendes und auch Dramatisches über die Forchbahn erfährt man im Trammuseum. Nach dem Geschichte-Tanken gehts auf die Forch: Eine kleine Wanderung führt zu einer Feuerstelle mit herrlichem Ausblick übers Zürcher Oberland.

    Auf einen Blick

    Gehzeit 1 Stunde
    Höhenmeter 60 m aufwärts, 230 m abwärts

    Route

    Besuch im Tram-Museum Burgwies. Dann Fahrt mit der Forchbahn nach Scheuren. Zu Fuss ab Scheuren nach Landenbüel – Rappentobel – Bächelacher – Meienrain – Hinteregg – Egg – Tannacher – Esslingen

    Zürichs Tram 11 bringt uns zum Tram-Museum Burgwies, das jeden Mittwoch, Samstag und Sonntag von 13 bis 17 Uhr geöffnet ist. Nur schon die Fotos aus dem Zürich der 1930er-Jahre mit den Pferdetrams rechtfertigen das Eintrittsgeld von zehn Franken für Erwachsene. Nebst vielen alten Strassenbahnen ist als einziges Objekt der Forchbahn der Anhänger mit der Nummer 119 ausgestellt. 

    Ganz in der Nähe ereignete sich im Oktober 1914 das grösste Unglück in der Geschichte der Forchbahn. Ein Zugfahrzeug mit drei Anhängern geriet bei der Rehalp ausser Kontrolle, weil die Bremsen wegen nasser Laubblätter versagten. Bei der Witellikerstrasse rammte die Komposition ein talwärts fahrendes VBZ-Tram und trieb es in rasender Fahrt vor sich her. Oberhalb der Burgwies kippte das Tram. Ein 50-jähriger Prokurist und eine 17-jährige Töchterschülerin, beide aus Zollikon, starben. Weitere 11 Personen wurden verletzt.

    Mit Tram und Bahn geht es auf die Forch, wo in den Werkstätten die Fahrzeuge der Forchbahn unterhalten werden. Die Triebwagen legen pro Jahr rund 1,8 Millionen Kilometer zurück (gegenüber 146’416 Kilometern im Jahr 1912). Hier werden auch die Nostalgiefahrzeuge für Extrafahrten in Stand gehalten.

    Ab der Station Scheuren setzen wir unseren Ausflug zu Fuss fort. Wir folgen dem Wanderwegweiser «Vorder Guldenen / Pfannenstiel». Unmittelbar nach dem Bauernhof nehmen wir den Landenbühl-Weg. Er führt durchs wilde Rappentobel hinunter an den Waldrand, wo eine Feuerstelle mit Ausblick aufs Oberland zur Rast lädt.

    Bald gelangen wir zum Bahnhof Hinteregg, der unter Denkmalschutz steht. In der Egger Einkaufspassage fällt die Bronzeplastik einer Mutter mit ihrem Kind auf. Ab der Station Egg leitet uns der Wanderwegweiser Richtung Station Esslingen. Die moderne Konstruktion hat 1995 den alten Bahnhof abgelöst, der von der Forchbahn und der 1949 eingestellten Uster-Oetwil-Bahn gemeinsam benützt worden war.

    1912 betrug die Fahrzeit von Esslingen nach Zürich 67 Minuten, denn die alten Geleise verliefen bis in die 50er-Jahre auf der Strasse. Anfangs transportierte die «Frieda», wie die Forchbahn liebevoll genannt wird, vor allem Tiere, Güter, Pakete und Briefe. Die letzten Schlachttiere nahm sie 1965 mit in die Stadt, die letzte Post 1985 und die letzten Güter 1990.

    Hin- und Rückreise

    Hinreise ab Zürich Stadelhofen Tram Nr. 11 bis Station Burgwies
    Rückreise Forchbahn (S18) ab Station Esslingen

    Erleben und staunen

    Tram-Museum Zürich

    Wanderkarte

  • Ab ins Blumenmeer

    Ab ins Blumenmeer

    Eine ebenso kurze wie kurzweilige Velotour für Schöngeister: Von einer Wiese, auf der Lamas weiden, führt sie ins historische Städtchen Grüningen mit seinem Schloss. Hier lässt sich ein wenig Stille tanken. Danach geht’s hinunter zum Botanischen Garten, der mit seinen Feuerstellen zu einem gemütlichen Picknick einlädt.

    Auf einen Blick

    Gehzeit 1 Stunde
    Höhenmeter 180 m aufwärts, 240 m abwärts

    Route

    Egg – Mönchaltorf – Brand – Jungholz – Schloss Grüningen – Botanischer Garten beim Galgenacher – Adletshusen – Hueb – Herrgass – Dändlikon – Holzhusen – Esslingen

    Die Veloroute 41 beginnt beim Bahnhof Egg. Das Schild versteckt sich ein paar Meter hinter dem Steinbrunnen. Wir rollen Richtung Mönchaltorf, unterbrechen die Fahrt aber kurz bei der Lesirainstrasse. Wenn wir Glück haben, nähern sich uns die hübschen Lamas, die dort weiden. 

    Wer Acht gibt, entdeckt mitten in Mönchaltorf am linken Wegrand ein älteres Haus mit einer Galerie modellierter Frösche. Bald verzweigen sich die Velowege. Wir nehmen die Route 29 Richtung Rapperswil und rollen durch die Weiler Brand und Jungholz, letzterer mit einem Pferdegestüt. Unmittelbar nach dem kanalisierten Aabach geht der Uferweg rechts nach Grüningen ab. Die Autobahn-Unterführung erinnert an eine Geisterbahn. Dann zeigt sich erhöht das Städtchen in seiner Pracht.

    Nebst der hübschen Strassenzeile interessiert uns das Schloss Grüningen. Früher war es von einem Graben umgeben und hatte einen 20 Meter hohen Turm. Doch der wurde im 18. Jahrhundert geschleift. Im grossen Saal im ersten Stock ist das Ortsmuseum eingerichtet. Darüber wohnt der Pfarrer. Wir geniessen die Ruhe im Schlosshof.

    Besonders schön ist der Grüninger Dorfteil, wo der Weg nach Adletshusen abzweigt. Die Fahrt hinunter zum Botanischen Garten ist kurz. Das Gebiet heisst Galgenacher. Hier befand sich früher eine Richtstätte. 1961 liess ein Industriekaufmann eine grosse Gartenanlage bauen. Weil ihn der Unterhalt finanziell überforderte, sprang die Zürcher Kantonalbank ein und gründete eine Stiftung.

    In der 17 000 Quadratmeter grossen Oase mit Hunderten von Pflanzen gibt es zwar kein Restaurant und keinen Kiosk, dafür kann man an verschiedenen Feuerstellen picknicken (Holz ist vorhanden). Der Botanische Garten ist von Anfang April bis Ende Oktober täglich von 10 bis 17 Uhr offen, der Eintritt ist frei. An jedem ersten Sonntag des Monats gibt es um 11 Uhr eine Führung.

    Gestärkt fahren wir nach Adletshusen. Die nicht markierte Abzweigung 50 Meter nach der Ortstafel kann man leicht verpassen! Zwischen den Häusern führt das Strässchen hinunter zum Weiler Hueb und via Herrgass nach Dändlikon. Nun geht es immer geradeaus zurück nach Esslingen. 

    Hin- und Rückreise

    Hinreise ab Zürich Stadelhofen Forchbahn (S18) bis Station Egg
    Rückreise Forchbahn (S18) ab Station Esslingen

    Erleben und staunen

    Wanderkarte

  • Wo es kreucht und fleucht

    Wo es kreucht und fleucht

    Rund 100 Tafeln, die über Naturprojekte informieren, haben Biologen vom «Naturnetz Pfannenstil» aufgestellt. 12 Gemeinden gehören zu dem Naturnetz. Die «Biotour» führt abseits der Wanderwege durch ökologisch wertvolle Landschaften. Sie spricht Familien und Naturliebhaber gleichermassen an: Mit etwas Geduld und Glück lassen sich unzählige Pflanzen und Tiere beobachten.

    Auf einen Blick

    Gehzeit 2 ½ Stunden
    Höhenmeter 230 m aufwärts, 240 m abwärts

    Route

    Haltestelle Hinteregg – Emmat – Haltestelle Egg

    Diese Wanderung verläuft weitgehend abseits des Wanderwegnetzes. Ausgedacht hat sich diese der Biologe Christian Wiskemann vom «Naturnetz Pfannenstil».

    Auf der Forchstrasse gehen wir von der Bahn-Haltestelle Hinteregg Richtung Forch, bis links die Bächelacherstrasse in den Hang abzweigt. Weiter oben, bei einem Pferdegehege, steht eine von rund 100 Tafeln, die Wiskemann und andere Fachleute in den 12 Gemeinden aufgestellt haben, die dem «Naturnetz» angehören. 

    Die Tafeln erläutern unterschiedliche Projekte. Der Weiher beim Bächelacher etwa wurde 2010 geschaffen. Mittlerweile laichen in ihm Grasfrösche, Bergmolche, Erdkröten und Libellen surren herum. Das Land am Pfannenstiel-Hang ist zwar von Natur aus feucht, doch die Landwirtschaft hat den Boden über Jahrzehnte systematisch trockengelegt. Eine Serie neuer Weiher wirkt dem Trend zur ökologischen Verarmung entgegen. 

    Wer die Augen offenhält, entdeckt in den folgenden zwei Stunden so einiges. Bisweilen helfen die Infotafeln. Bei Haslen wachsen Heidelbeeren, die es nicht nur als bodennahen Waldstrauch gibt, sondern eben auch in der abgehobenen Variante. Einige Zeit später, oberhalb von Egg, wo wir kurz auf dem Wanderweg zum Pfannenstiel gehen, sehen wir Obstbäume. Einst das Markenzeichen der Ostschweiz, kamen sie später aus der Mode. Heute erhalten Bauern, die Obstbäume pflegen, staatliche Zuschüsse zum Erhalt der Biodiversität. Davon profitiert zum Beispiel der Grünspecht. Anders als andere Spechte, sucht er sein Futter ausserhalb des Waldes am Boden und kann Ameisen so vom Obstbaum aus erspähen.

    Das gilt auch für die gezielt gesäten Magerfeuchtwiesen bei der Mittleren Ämet oberhalb der Bahnstation Emmat. Hier wachsen ganz andere Pflanzen als auf der gedüngten Mittelland-Durchschnittswiese. Zum Beispiel die satt-fleischrote Kuckucks-Lichtnelke. Oder der blassgelbe Klappertopf. Er ist ein Halbparasit und ernährt sich auch von den Wurzeln der umliegenden Gräser. Dort, wo er gehäuft anzutreffen ist, wächst das Gras deshalb meist eher «lückig».

    Die Wanderung führt über das Forchbahn-Trassee. Bei Tüftal führt eine lichte Bach-Wald-Schneise unter der Forch-Autostrasse hindurch. Auch sie ist das Werk der «Naturnetz»-Biologen, die einen Nord-Süd-Korridordurchs Gelände gelegt haben – unter anderem für die Falter, die bei dichterem Gehölz schnell resigniert umkehren. 

    Bald danach endet die Wanderung in Egg. Auf dem letzten Kilometer noch einmal Grillengezirpe. Ein gutes Zeichen, sagt Experte Wiskemann: Grillen leben da, wo das Gras weniger oft gemäht wird.

    Hin- und Rückreise

    Hinreise ab Zürich Stadelhofen Forchbahn (S18) bis Station Hinteregg
    Rückreise Forchbahn (S18) ab Station Egg

    Erleben und staunen

    Wanderkarte

  • Von Drachen und Gletschern

    Von Drachen und Gletschern

    Einst hauste ein schrecklicher Drache im Küsnachter Tobel und verwüstete die umliegenden Dörfer – und nicht etwa ein Ritter machte ihm den Garaus, sondern eine Jungfrau. Nach der Drachenhöhle gibt‘s auch noch eine Burgruine und ein Findling aus der Eiszeit zu entdecken. Diese geschichtsträchtige Route begeistert nicht nur Kinder.

    Auf einen Blick

    Gehzeit 2 Stunden
    Höhenmeter 70 m aufwärts, 330 m abwärts

    Route

    Forch – Kaltenstein – Wangen – Tobelmüli – Küsnachter Tobel mit Drachenhöhle und Burgruine Wulp – Alexanderstein – Küsnachter Horn

    Von der Forch aus folgen wir dem Wegweiser zum Küsnachter Tobel. Unter der Autostrasse hindurch geht es zum Weiler Wangen. Bald führt eine Treppe von der Strasse rechts zum Bach hinunter. Augenblicklich sind wir in einer anderen Welt. Der Weg folgt dem leise plätschernden Bach. Insgesamt 70 Treppenstufen haben die Küsnachter eingebaut. Denn aus dem Bächlein kann nach Unwettern ein reissendes Gewässer werden.

    Nach der Tobelmüli ist es nicht mehr weit zur Drachenhöhle. Ihr Eingang gähnt rechts oben am steilen Hang neben der Treppe zur Kunsteisbahn Küsnacht. Eine gruselige Geschichte für die Kinder: Vor langer Zeit hauste in der Höhle ein Drache. Er verwüstete immer wieder die Häuser im Dorf. Ein frommer Ritter anerbot sich, den Drachen zu töten. Doch die feuerrot glühenden Augen in der Höhle erschreckten ihn so sehr, dass er in Todesangst die Jungfrau Maria zu Hilfe rief, die den Drachen mit einem diamantenen Halsband an die Felswand kettete.

    Mit dem wütenden Drachen ist vielleicht auch der Tobelbach gemeint. Im Juli 1778 verwüstete er nach einem starken Gewitter das Dorf. Die Flut zerstörte viele Häuser, tötete über 60 Menschen und schwemmte aus dem Friedhof Gebeine und Särge in den See.

    Nach der nächsten Brücke steigen wir steil zur Burgruine Wulp hinauf. Dieser Hügel war schon in der späten Bronzezeit besiedelt und wurde später durch die Römer als Stützpunkt genutzt. Im Hochmittelalter war die Wulp Regierungssitz der Freiherren von Regensberg. Belagert und zerstört wurde sie 1267 durch die Zürcher unter Rudolf von Habsburg. Bei schönem Wetter lohnt sich eine Rast an der Feuerstelle.

    Hoch über dem Tobel geht es Richtung Küsnacht. Bei den ersten Häusern liegt eine hölzerne Treppe, die dem Bach entlang steil hinunter führt. Ein fünf Meter hoher Findling aus der Eiszeit – der Alexanderstein, benannt nach dem Küsnachter Geologen Alexander Wettstein – kommt in Sicht. Früher nannte man ihn wegen seiner Form auch «Wöschhüüsli-Stei». Aus kleineren Findlingen hat der Verschönerungsverein tobelabwärts einen Geologielehrpfad gemacht.

    Wir folgen dem Wegweiser «Schiffstation». Die Häuser nach dem Ortsmuseum gehören zu den ältesten der Seegemeinde. Eine Markierung am Haus «Am Bach 7» unterhalb der Alten Landstrasse zeigt, wie hoch das Wasser im Katastrophenjahr 1778 stand. Unter der Bahnlinie hindurch erreichen wir das Haus «Untere Dorfstrasse 2», auf dem die Hochwasserlinie von 1878  sichtbar ist. Damals hatte der Bach den ganzen unteren Dorfteil überschwemmt.

    Nach der Unterführung öffnet sich der Park des Küsnachter Horns. An der nahen Schifflände lädt das Hotel Sonne zur Einkehr. Je nach Tageszeit kann man nun per Schiff oder Bahn heimfahren.

    Hin- und Rückreise

    Hinreise ab Zürich Stadelhofen Forchbahn (S18) bis Station Forch
    Rückreise Mit dem Zug ab Bahnhof Küsnacht oder mit dem Schiff ab Schiffstation Küsnacht

    Essen, trinken und einkehren

    Hotel Sonne Küsnacht

    Wanderkarte

  • Zuerst wild, dann mild

    Zuerst wild, dann mild

    Dieser zweistündige Spaziergang beginnt beim Spital Zollikerberg und führt am kraftvollen Werenbach entlang. Beim Grillieren vergisst man glatt, dass dieser wilde Ort so nah an Zürich liegt – erst nach Überqueren der Forchstrasse taucht man langsam wieder in die Stadt ein. Die Route führt bis ans traumhafte Zürichhorn. Mehr Abwechslung geht kaum!

    Auf einen Blick

    Gehzeit 2 Stunden (Flaniermodus)
    Höhenmeter 18 m aufwärts, 200 m abwärts

    Route

    Spital Zollikerberg – Trichtenhauser Strasse – Trichtenhausermühle – Werenbachweg – Burgwies – Drahtzug – Botanischer Garten – Wildbach-Strasse – Zürichhorn – Museum Bellerive – «Kiosk am See» – Bellevue und/oder Stadelhofen

    Haltestelle «Spital Zollikerberg», wir nehmen die Trichtenhauser Strasse, gleich ist da das Spital. Dann die Bushaltstelle «Hasenbart», während wir noch grinsen, erreichen wir die Trichtenhausermühle, ein Restaurant im historischen Riegelbau.

    Der Werenbach war im Mittelalter eine Kraftquelle Zürichs, «Weren» kommt von «Wehr». Wir begleiten den Bach bis zum Zürichsee, wobei er weiter unten Wildbach und am Ende Hornbach heisst.

    Das erste Stück am Bach ist herrlich wild. Wir können grillen oder uns barfuss in eine «Glungge» stellen. Bei der Burgwies müssen wir kurz aus dem Urwald auftauchen und die Forchstrasse überqueren. Nach fünf Minuten taucht eine besonders gediegene Grillstelle auf.

    Nach dem Klubhaus der Armbrustschützen von Riesbach kommen wir beim gelben Hauptgebäude des Drahtzug an. Über 300 psychisch Behinderte finden hier eine betreute Arbeit. Sie montieren, verpacken, versenden alles Mögliche. Wenig später kommen wir am Familienunternehmen «Messerschmiede und Schleiferei Good» vorbei.

    Beim Botanischen Garten sehen wir die «Blindekuh», das laut seinen Betreibern weltweit erste Dunkelrestaurant, seit 1999 vielfach kopiert. Jeder Zürichkenner muss einmal von Blinden bedient in der Finsternis gegessen haben.

    Gleich nach dem Restaurant folgen wir der Wildbach-Strasse. Unten am See beim Zürichhorn steht nah der alten Pumpstation ein Denkmal für Alberik Zwyssig und Leonhard Widmer. Sie schufen die Schweizer Nationalhymne.

    Ein Gebäude wie aus einem Kung-Fu-Streifen holt uns wieder in die Gegenwart. Der Chinagarten umfasst einen Teich, ein Palais mit Schnitzgebälk und ein Inselchen. Der Garten ist Zeichen für Zürichs Partnerschaft mit der Stadt Kunming.

    Die mild-mediterrane Flaniermeile zum Bellevue oder Stadelhofen bleibt erlebnisreich: Das farbenfrohe «Centre Le Corbusier» wurde in den 1960er-Jahren errichtet und ist das letzte Gebäude des visionären Architekten Le Corbusier. 

    Das Bellerive entstand vor über 300 Jahren als Sommerfrische für reiche Städter. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verbrachte die spätere Jugendbuchautorin Ida Bindschedler hier ihre Sommerferien. Ihr berühmtes Buch «Die Turnachkinder im Sommer» spielt im Haus und am See. 

    Last but not least hockt am Weg ein seltsames Knollenkonglomerat, die Plastik «Sheep Piece» des englischen Künstlers Henry Moore. Und wenn jemand jetzt frühzeitig kulturmüde ist: Der «Kiosk» am See ist ein formidabel-fröhliches Restaurant, der Blick auf See und Albiskette erfrischt nachhaltig.

    Hin- und Rückreise

    Hinreise ab Zürich Stadelhofen Forchbahn (S18) bis Spital Zollikerberg
    Rückreise Bahnhof Stadelhofen oder Tram ab Bellevue

    Essen, trinken und einkehren

    Restaurant Trichtenhausermühle

    Restaurant «Kiosk» am See

    Wanderkarte