Autor: Fabio Mota

  • Projekt Doppelspur Neue Forch – Forch

    Projekt Doppelspur Neue Forch – Forch

    Die Bahninfrastruktur im einspurigen Streckenabschnitt zwischen den Haltestellen Neue Forch und Forch hat das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und muss vollständig ersetzt werden. Um die nötige Flexibilität zu haben, auf Verspätungen reagieren zu können und den Betrieb somit stabil und sicher zu bewältigen, wird der Abschnitt zwischen den Stationen Neue Forch und Forch doppelspurig ausgebaut. Zudem muss die Haltestelle Neue Forch den Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes entsprechend angepasst werden.

    Die Haltestelle Neue Forch muss wegen der neuen Gleislage vollständig abgebrochen und – um rund 30 m in Richtung Zürich verschoben – behindertengerecht neu aufgebaut werden. Sie erhält eine neue Rampe, die den Zugang zur Haltestelle nach den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes gewährleistet. Auch die Personenunterführung wird vollständig abgebrochen und neu erstellt, wobei sie auch auf der Nordseite eine Rampe erhält.

    Zwischen den Haltestellen Neue Forch und Forch wird die eingleisige Anlage um ein Gleis erweitert. Dabei wird das bestehende Gleis an gleicher Lage ersetzt. Mit einem Minimalabstand von 3,20 Meter wird südlich des bestehenden Gleises ein zweites neues erstellt. Damit das zweite Gleis gebaut werden kann, werden die vorhandenen Terrainunterschiede entlang der südlichen Liegenschaften vorgängig mit Stützmauern oder Dammschüttungen höhenmässig ausgeglichen. Für den Bau des zweiten Gleises ist entlang der südlichen Liegenschaften ein Landerwerb notwendig. Das neue Gleis weist die gleiche Höhenlage wie das bestehende auf. Zwischen der Kurve Rigiblick und dem Bahnhof Forch werden die beiden Gleise mit einem neuen Gleiswechsel verbunden. Die Weiche beim Restaurant Neue Forch wird hinfällig und zurückgebaut

    Warum wird die Bahn nicht unter den Boden verlegt?

    Der Bau eines Doppelspurtunnels in diesem Bereich käme mit rund 150 bis 200 Mio. Franken massiv teurer als die vergleichbare oberirdische Variante. Diese Mehrkosten wären unverhältnismässig und würden nicht vom BAV getragen. Alleine der notwendige Busersatzbetrieb generierte Mehrkosten in der Höhe von fast 50 Mio. Franken. Ausserdem würde sich die Bauzeit von zwei auf vier Jahre erhöhen und eine massiv höhere Lärmimmission und Beeinträchtigung der Nachbarschaft zur Folge haben.

    Zahlen und Fakten:

    • Baustart: 2027
    • Inbetriebnahme: 2029
    • Baukosten: CHF 36 Mio.
  • Projekt Instandhaltungszentrum Forch

    Projekt Instandhaltungszentrum Forch

    Ein Grossteil der Fahrzeugflotte der Forchbahn hat seine Nutzungsdauer erreicht und muss deshalb ersetzt werden. Um die Anforderungen gemäss Behindertengleichstellungsgesetz zu erfüllen, werden Niederflurfahrzeuge beschafft. Für die Bewältigung des wachsenden Verkehrsaufkommens auf der Forchbahn-Strecke werden zudem grössere Passagierkapazitäten benötigt und deshalb über die ge-samte Tageszeit längere Kompositionen im Einsatz stehen. Das 1969 erstellte Depot für den Fahr-zeugunterhalt entspricht nicht mehr den aktuellen sicherheits- und arbeitsrechtlichen Normen und Vorgaben. Der Platz für den Unterhalt der grösseren Anzahl an Fahrzeugen mit längeren Fahrzeug-konzepten reicht im bisherigen Depot nicht aus. Mit einem Neubau wird der Fahrzeugunterhalt wie-der entsprechend den Anforderungen organisierbar und ermöglicht den bestmöglichen Werterhalt der Fahrzeugflotte. Ein grosser Vorteil eines kompletten Neubaus auf der Forch ist dessen ideale Gleis- und Strassenanbindung. Die bestehende Anlage wird zu einer reinen Abstellanlage umgebaut.

    Das neue Instandhaltungszentrum – kurz IHZ – umfasst vier Gleise für den Fahrzeugunterhalt und ein Verladegleis. Zudem sind technische Werkstätten für die Fahrzeuginstandhaltung, Lager- und Logis-tikräume, Büro-, Sozialräume und Sitzungszimmer darin untergebracht. Das Erdgeschoss ist für die Fahrzeuginstandhaltung vorgesehen. Hier befinden sich die vier Gleise für die Instandhaltung der Schienenfahrzeuge: ein Innengrundreinigungs- und Revisionsgleis, ein Reparaturgleis (mit Unterflur-drehbank, Hebeanlage, Drehgestell-Absenkanlage sowie Krananlage) und zwei Servicegleise (mit Dacharbeitsstand, Mittel- und Seitengrube sowie Krananlage). Die verschiedenen Infrastrukturräume (Garderoben, Trockenschränke, Wasch- und Sanitärräume) werden im Zwischengeschoss angeord-net. Im Untergeschoss des IHZ kommen technische Werkstätten für den Streckenunterhalt, das Pa-letten-Lager, das Drehgestell-Lager sowie Gebäudetechnikräume zu liegen. Die Büros und Aufent-haltsräume sind im zweigeschossigen Kopfbau vorgesehen. Die Instandhaltungsgleise werden über zwei Brücken an die Stammstrecke mit je einem Anschluss in Richtung Stadelhofen und Esslingen an-gebunden.

    Zahlen und Fakten:

    • Baustart: 2028
    • Inbetriebnahme: 2030
    • Baukosten: CHF 120 Mio
  • Projekt Waldburg

    Projekt Waldburg

    Die Haltestelle Waldburg entspricht nicht dem Behindertengleichstellungsgesetz und aufgrund ihrer Breite nicht den heutigen Sicherheitsvorschriften. Dies soll in einer umfassenden Sanierung bis Herbst 2027 behoben werden. Ausserdem sind die Gleisanlagen zwischen den Haltestellen Rehalp und Waldburg in die Jahre gekommen und müssen auf einer Länge von rund 900 m ersetzt werden. Der Abstand zwischen Gleis und Wald erfüllt in Bezug auf den Fahrleitungsstrom die Sicherheitsvor-schriften ebenfalls nicht. Im Bereich der Haltestelle Waldburg wird das Mittelperron erhöht, um den stufenfreien Zugang zu den Fahrzeugen zu gewährleisten, und durch eine neue Personenunterführung mit neuen Rampen-/Lift- und Treppenzugängen erschlossen. Mit dem Umbau wird die Haltestelle so verbreitert, dass zum einen der neue Zugang der heutigen Normbreite entspricht. Zudem wird das Mittelperron auf 80 Meter verlängert, um dem heutigen Betrieb mit 75 Meter langen Zügen gerecht zu werden. Das Perron wird über die ganze Fläche überdacht, damit sich die Fahrgäste über die ganze Haltestelle ver-teilen und den Fahrgastwechsel verbessern. Durch die Verbreiterung der Haltestelle Waldburg muss die Forchstrasse nach Süden verschoben werden. Ausserdem wird die Forchstrasse durch die neuen Radstreifen etwas breiter. Die Verlegung der Strasse hat Anpassungen an den bestehenden Werkleitungsanlagen zur Folge. Die Bushaltestelle in der Forchstrasse wird im Zuge der Arbeiten ebenfalls neu behindertengerecht erstellt.

    Zwischen den Haltestellen Waldburg und Rehalp wird die Fahrbahn inkl. Unterbau und Gleisentwäs-serung komplett ersetzt. Um den heutigen Anforderungen bzgl. Abstand Schiene/Strasse und Gleichsachsabstand gerecht zu werden, werden die Gleise leicht verschoben. Für einen sicheren Bahnbetrieb wird zudem eine intensive Unterhaltszone (Zone ohne hohen Bewuchs bis 6 m ab Gleisachse) geschaffen. Dies verhindert, dass Äste auf die Bahnanlagen gelangen können.

    Zahlen und Fakten:

    • Baustart: November 2024
    • Inbetriebnahme: Dezember 2026
    • Baukosten: CHF 42 Mio.
  • Weitere Anschlussmöglichkeiten mit Mybuxi

    Weitere Anschlussmöglichkeiten mit Mybuxi

    Dank einer neuen Partnerschaft und der Gemeinde Maur kann die Forchbahn drei neue Anschlussmöglichkeiten an den Bahnhöfen Forch und Scheuren anbieten.

    Das elektrische Mybuxi-Fahrzeug hat seinen «Heimatstandort» am Bahnhof Forch. Fotos: Mybuxi


    Das Mobilitätsangebot in der Region Forch ist seit Anfang Juli noch vernetzter. Möglich macht es der nun gestartete und von der Gemeinde Maur initiierte Pilotbetrieb von Mybuxi. Der Name ist eine Kombination von Bus und Taxi, da das Fahrzeug wie bei einem Taxi bestellt werden kann. Die Fahrten werden per App gebucht, entweder spontan oder auch zwei Wochen im Voraus. Die Start- und Zielorte können beliebig aus einer Liste virtueller Haltepunkte gewählt werden. Der elektrische Mini-Bus fährt im Moment von Montag bis Sonntag jeweils von 17:00 bis 21:30 Uhr. Die Betriebszeiten werden jedoch schrittweise ausgebaut.

    Maurer Gemeinderat Thomas Hügli (rechts) und das Mybuxi-Team um Pionier Andreas Kronawitter freuen sich über den Start der neuen ÖV-Dienstleistung.

    Den «Heimatstandort» hat das elektrische Mybuxi-Fahrzeug am Bahnhof Forch. Die Forchbahn AG freut sich dank der neuen Partnerschaft Ihren Passagierinnen und Passagieren somit drei neue Anschlussmöglichkeiten an den Bahnhöfen Forch und Scheuren Richtung Maur und Greifensee anbieten zu können. Die «Frieda» sorgt so zusammen mit Mybuxi und der Gemeinde Maur dafür, dass Sie auch auf der letzten Meile vom Bahnhof zum Arbeitsort, Schulhaus, Sportplatz oder einfach der eigenen Wohnungstüre – und natürlich auch umgekehrt – auf den ÖV setzen können.

    «Ein grosses Dankeschön der Forchbahn AG für die Partnerschaft und Unterstützung bei dieser neuen und nachhaltigen ÖV-Dienstleistung – grossartig!», erklärt der Maurer Gemeinderat Thomas Hügli. Das Mybuxi-Team um Pionier Andreas Kronawitter, der freiwillige Verein Mybuxi Maur und Thomas Hügli würden sich ausserdem über weitere ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer freuen, um das Mobilitätsangebot in der Region Pfannenstiel noch vernetzter gestalten zu können.

    Weitere Info zu Mybuxi gibt’s auch unter: mybuxi.ch/zuerich-ost