Kategorie: Projekt Neue Kursfahrzeuge

  • So sehen die (fast) neuen Züge aus

    So sehen die (fast) neuen Züge aus

    Die Forchbahn unterzieht derzeit ihre älteren Fahrzeuge einem aufwendigen Erneuerungsprozess. Die ersten zwei Züge verkehren ab Montag wieder im Fahrplanbetrieb.

    Was lange währt, wird endlich gut. Weil fast alles erneuert wurde, brauchten die Tests und die Bewilligungsverfahren etwas mehr Zeit als ursprünglich geplant. Nun sind aber die Fahrzeuge 61 und 66 wieder für den fahrplanmässigen Einsatz bereit und befördern ab Montag, 11. Dezember 2023, nach ausgiebigen Testfahren wieder Fahrgäste. Bei ihrem Hersteller Stadler Rail in Bussnang TG erhielten die Fahrzeuge eine neue Fahrzeugleittechnik und ein Mehrzweckabteil für Kinderwagen, Velos und Rollstühle im Anhängewagen. Komplett neu ist auch der ergonomisch angepasste Führerstand. Den Fahrgästen werden die neuen Bodenbeläge, Haltestangen sowie vor allem das neue Design der Sitzbezüge auffallen.

    Die 13 Fahrzeuge des Typs Be 4/6 (Fahrzeug-Nummer 61 bis 73) sind seit 2003 in Betrieb und fuhren bereits je über 1,4 Millionen Kilometer. Sie haben damit die Lebenshälfte erreicht. Um noch mindestens weitere 20 Jahre zuverlässig den Dienst zu verrichten, werden diese Fahrzeuge nun umfassend revidiert. Die Ausschreibung für die neuen Kursfahrzeuge ist im nächsten Jahr.

    Impressionen der Refit-Züge

  • Projekt Neue Kursfahrzeuge

    Projekt Neue Kursfahrzeuge

    Ein Grossteil der bestehenden Fahrzeugflotte der Forchbahn ist am Ende der Lebensdauer, hat diese teilweise gar schon überschritten und muss altershalber ersetzt werden. Für einen Teil der Fahrzeuge sind Komponenten und Systeme nicht mehr vom Lieferanten lieferbar. Dies erschwert und verteuert die Reparatur oder den Austausch massiv.

    Zusätzlich muss die Forchbahn ihre Flotte erweitern, um das erwartete Wachstum an Fahrgästen bewältigen zu können. Bis 2030 wurde – auch wegen des neuen Kinderspitals beim Balgrist – ein jährliches Passagierwachstum von 1,4 Prozent berechnet.

    Laut Bedarfsanalyse sind 75-Meter-Niederflurzügen einerseits die beste wirtschaftliche Lösung, mit der die Transportkapazität ausreichend ist. Andererseits werden die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes erfüllt. Bereits heute stösst die Forchbahn teileweise mit 75 Meter langen Kompositionen an die Kapazitätsgrenze.

    Die Forchbahn plant aus diesem Grund die Beschaffung von acht neuen Niederflurzügen mit einer Länge von 75 Metern. Regelmässige Kollisionen mit unvorsichtigen Verkehrsteilnehmenden verursachen Schäden und Fahrzeugausfälle. Um den Fahrplanbetrieb sicherstellen zu können, bedarf es einer Reserve.

    Aus finanzieller Sicht und aus technischen Gründen ist eine Zweiflottenstrategie anzustreben. Damit ist die Reserveteilehaltung so weit wie möglich garantiert und gleichzeitig muss auch in Zukunft nie die gesamte Flotte auf einmal ersetzt werden.

    Für die Evaluation der Fahrgastbedürfnisse wurde im Sommer 2021 eine Fahrgastbefragung durchgeführt.

    Zahlen und Fakten:

    • Ausschreibung: 2025
    • Inbetriebnahme: 2029
    • Baukosten: CHF 95 Mio.
  • Forchbahn-Passagiere wünschen komfortable Sitzplätze

    Forchbahn-Passagiere wünschen komfortable Sitzplätze

    Die Fahrgäste wünschen mit Blick auf die Beschaffung neuer Kursfahrzeuge Sitzplätze mit genügend Beinfreiheit und ein gutes Klima.

    Die Forchbahn wird per 2029 neues Rollmaterial anschaffen. Anschaffen müssen, weil zum einen Fahrzeuge, die derzeit im Einsatz stehen, am Ende ihrer Lebensdauer sind und zum anderen auch nicht dem Behindertengleichstellungsgesetz entsprechen. Im Beschaffungsprozess, der letztes Jahr angestossen wurde, bezieht die Forchbahn auch ihre Fahrgäste mit ein. «Letztlich fahren die Fahrgäste in den neuen Zügen und viele von ihnen als Pendler sogar tagtäglich, da ist es nur logisch, dass wir diese Meinungen in der Evaluation berücksichtigen», erklärt Forchbahn-Geschäftsführer Hanspeter Friedli. Dies geschah mittels einer Fahrgastbefragung im Frühsommer 2021.

    Die Ergebnisse der rund 400 vollständig ausgefüllten Fragebögen sind eindeutig: Der Fahrkomfort steht an oberster Stelle. «Die Verfügbarkeit von Sitzplätzen ist ein grosses Anliegen», sagt Friedli. «Die Beinfreiheit sowie generell die Platzverhältnisse des Sitzes sind unseren Fahrgästen sehr wichtig.» Genügend Platz wünschen sich die Fahrgäste auch beim Ein- und Aussteigen. «Ein grosses Bedürfnis ist die Klimatisierung, wobei die Kühlung im Sommer wichtiger ist als die Heizung im Winter», führt Friedli aus.

    Zwar auf der Wunschliste, aber nicht mit der höchsten Priorität, erscheinen Themen wie Internetanschluss oder WLAN im Zug, Stromanschluss, Stauraum und Mehrzweckabteil oder die Sicherheit durch Videoüberwachung in den Zügen. Die Rückmeldungen fliessen nun mit den technischen, betrieblichen, infrastrukturellen sowie allenfalls politischen Bedürfnisse in die Anforderungsliste. Dort werden alle Punkte beurteilt und fliessen anschliessend nach Möglichkeit in den Anforderungskatalog der Ausschreibung.

    Der Submissionsstart für die Beschaffung neuer Kursfahrzeuge erfolgt Mitte 2025, die Auftragsvergabe ist Mitte 2026 geplant. Im 2029 soll das neue Rollmaterial auf der Strecke eingehend getestet werden.