Die umfassende Sanierung der Haltestelle Waldburg hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die «Frieda» ist seit Anfang November auf dem neuen waldseitigen Gleis unterwegs. Auch die Demontage der Fahrleitung des strassenseitigen Gleises und die Arbeiten für die Verkehrsführung des Individualverkehrs entlang des neuen Gleises konnten abgeschlossen werden.
Die «Frieda» kann seit Anfang November auf dem neuen waldseitigen Gleis verkehren.Foto: Forchbahn
Das heisst für Anwohnende vor allem auch: Die dazu nötigen Nachtarbeiten im Bereich der Haltestelle Waldburg sind vorbei. «Im Namen der Forchbahn AG möchte ich mich für das von den Anwohnenden entgegengebrachte Verständnis ganz herzlich bedanken», so Thomas Hirt, Gesamtprojektleiter Haltestelle Waldburg. «Das ist nicht selbstverständlich. Denn in mehreren Nächten ist es auch sehr laut geworden. Aber es konnten sämtliche geplanten Arbeiten durchgeführt werden.»
In den nächsten Wochen bleibt es in den Nächten ruhig. Für die Erstellung der Baugrube im Bereich der Rietholzstrasse, die für den südlichen Zugang der Personenunterführung (PU) der Haltestelle Waldburg ausgehoben wird, sind jedoch lärmintensive Arbeiten tagsüber unvermeidlich. Zudem werden die Werkleitungsarbeiten (Gas, Wasser, Elektro) zwischen der Rietholzstrasse und der Sonnengartenstrasse vorangetrieben. Teilweise wird es hier Einschränkungen bei den Zufahrtsmöglichkeiten geben. Betroffen davon sind vor allem die Liegenschaften an der Forchstrasse 106 bis 126.
Foto: Forchbahn
Ansonsten bleibt die aktuell eingerichtete Verkehrsführung bis ca. Sommer 2026 bestehen. «Wir haben dazu extra einen Teilbereich des alten Gleises neu eingedeckt und nutzen es in den kommenden Monaten als Fahrspur für den Individualverkehr», erklärt Thomas Hirt. «So konnten wir den ganzen Verkehr Richtung Norden verschieben, damit wir im Bereich der Haltestelle und zwischen Rietholzstrasse und Sonnengartenstrasse Platz für die verschiedenen Arbeiten erhalten.»
Im Frühling können einzelne Nachtschichten für die Belagseinbauten nicht ausgeschlossen werden. Anwohnende und Fahrgäste der Forchbahn werden rechtzeitig informiert. Bis im Sommer 2026 sollten dann die gesamten Werkleitungen verlegt, der PU-Zugang von Süden her erstellt und die neue Bushaltestelle angelegt sein. Das ganze Team der Forchbahn AG hofft, dass die Sanierung der Haltestelle Waldburg weiterhin so zügig vorankommt, und wünscht allen eine besinnliche Adventszeit!
Die Forchbahn AG treibt ihre Infrastrukturerneuerungen zielgerichtet und konsequent voran. Bei der Modernisierung ihres Kundeninformationssystems (KIS) setzt sie dabei auf das Train Management System PEAK.TMS des Berliners Softwareunternehmens Peak Mobility.
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Systemintegration: Zusammenarbeit mit dem Verkehrsleitsystem des Zürcher Verkehrsverbund ZVV
Die neue Lösung gewährleistet eine einheitliche Steuerung der Kundeninformation in Echtzeit und ermöglicht eine effiziente Disposition, um den Bahnverkehr sicher und pünktlich abzuwickeln. Zudem ist die nahtlose Integration in die Systemlandschaft von Partnern wie dem ZVV sichergestellt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Anbindung an das Leit- und Informationssystem ILTIS von Siemens Mobility sowie an die zentrale Datendrehscheiben wie das Customer System (CUS) der SBB oder auch das Visual Inspection System (VIS), das den Zugverkehr via GPS-Ortung überwacht.
Zentrale Leitstellensoftware: Funktionen und Vorteile Die zukünftige, vollautomatisierte Leitstellensoftware bietet umfangreiche Funktionalitäten, die der Forchbahn AG, aber vor allem auch ihren Passagieren, erheblichen Mehrwert bieten:
Effiziente Disposition und Kundeninformation bei Verspätungen, Störungen und Gleisänderungen
Echtzeit-Kundeninformation über Anzeigen und akustische Durchsagen
GPS-basierte Ortung der Fahrzeuge
Erweiterbarkeit um stationäre und mobile Komponenten in weiteren Projektphasen
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Damit schafft die Forchbahn AG die Grundlage für einen stabilen Betrieb und eine verlässliche Information ihrer Fahrgäste über alle Kanäle hinweg. Die neue Leitstellen-Software wird im Laufe des Jahres 2026 einsatzbereit sein. Die nächste Projektphase startet ab 2027, bis ca. 2028 werden unter anderem die Haltestellen fortlaufend mit Hardware-Komponenten ausgerüstet und diese in die Leitstellen-Software integriert. Somit wird die durchgängige Kundeninformation an allen Bahnhöfen – und Haltestellen gewährleistet.
«Mit Peak Mobility haben wir einen erfahrenen Partner gewonnen, der uns bei unseren zentralen Zielen unterstützt: mehr Zuverlässigkeit im Betrieb, eine moderne Kommunikation mit unseren Fahrgästen und eine nachhaltige Weiterentwicklung unserer Systeme», erklärt Peter Seiler, Geschäftsbereichsleiter Produktion der Forchbahn AG. «Die Forchbahn nutzt mit dem neuen KIS ein System, das sich bei weiteren Schweizer Unternehmen wie der Matterhorn Gotthard Bahn oder dem Regionalverkehr Bern-Solothurn RBS schon im Alltagseinsatz bewährt.»
«Die Forchbahn setzt auf eine zukunftsfähige, technisch flexible Plattform – und wir sind stolz, mit unseren Lösungen einen spürbaren Mehrwert für Fahrgäste und Betrieb zu liefern», sagt Robert Baumeister, Geschäftsführer der Peak Mobility GmbH.
Die Bauarbeiten für die zwei Stützmauern und den Technikraum beim Bahnhof Scheuren gehen nach ersten Vorbereitungsarbeiten in die nächste Phase. Neben einer längerfristigen Umleitung für den Fussverkehr kommt es dabei auch zu unumgänglichen Nachtarbeiten und Einschränkungen im Bahnverkehr. Für die Mobilität der Passagiere der «Frieda» ist jedoch stets gesorgt.
Um die zwei Stützmauern und den Technikraum erstellen zu können, müssen nun mit grossen Bohrgeräten sogenannte Rühlwandträger für die Absicherung der Baugrube eingebracht werden. Foto: Forchbahn
Wie von der Forchbahn AG bereits angekündigt wurde am Montag, 3. November 2025, der vor dem Werkhofgebäude beim Bahnhof Scheuren beginnende Gehweg, der zum Kreisel in Aesch hinunterführt, gesperrt. Diese Sperrung dauert voraussichtlich bis Ende Juli 2026. Erste Rückmeldungen aus Elternkreisen wegen der langen Dauer dieser Sperrung nimmt die Forchbahn AG ernst und wird, falls es zu Verzögerungen im Bauablauf kommen sollte, sicher eine Neubeurteilung vornehmen. Aktuell ist eine Totalsperrung wegen Bauarbeiten im Gehwegbereich, jedoch unumgänglich.
Für die Bauarbeiten beim Bahnhof Scheuren muss der Gehweg, der bis zum Kreisel in Aesch hinunterführt, bis im Sommer 2026 gesperrt werden. Foto: Forchbahn
Die grossen Maschinen werden leider auch Lärm verursachen. Bei der Bauplanung hat die Forchbahn daher versucht, die Lärmzeiten so kompakt wie möglich zu halten, und arbeitet deshalb auch parallel mit bis zu drei Bohrmaschinen. «So können wir die lärmintensiven Arbeiten rascher vorantreiben und die Belastung für die Anwohnenden so gering und so kurz wie möglich halten», erläutert Seraina Tresch, Projektleiterin Fahrweg bei der Forchbahn AG. «Wir haben zudem den Einsatz eines zusätzlichen Schallschutzes direkt an den Bohrmaschinen geplant, um so den entstehenden Lärm bereits an der Quelle minimieren zu können.» Wie die Gehwegsperrung leider ebenfalls unumgänglich sind in den nächsten Wochen Nachtarbeiten sowie eine Totalsperrung der Forchbahn an zwei Wochenenden in diesem Streckenabschnitt. In dieser Zeit wird die Mobilität der «Frieda»-Passagiere durch den Einsatz von Bahnersatzbussen sichergestellt.
Folgende Intensivbauphasen sind vorgesehen: Freitag, 21. November 2025, bis Montag, 24. November 2025 um 04:30 Uhr Freitag, 28. November 2025, bis Montag, 1. Dezember 2025 um 04:30 Uhr
Die Nächte vom Montag, 1. Dezember 2025, bis Donnerstag, 4. Dezember 2025, jeweils von 21:45 Uhr bis 04:30 Uhr
Zudem benützen Fussgängerinnen und Fussgänger bitte weiterhin diese Umleitung
Die umfassende Sanierung der Haltestelle Waldburg hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Seit Wochenanfang verkehrt die «Frieda» nun auf dem neuen waldseitigen Gleis. Gleichzeitig haben die Abbrucharbeiten am strassenseitigen Gleis und weitere Bauarbeiten begonnen.
Im Bereich der Haltestelle Waldburg wird auch die Verkehrsführung angepasst und der Individualverkehr bald auf einem mit Asphalt überdeckten Gleisbereich verkehren. Foto: Forchbahn
Bei der Erneuerung der rund 60-jährigen Bahninfrastruktur der Forchbahn AG auf der Strecke zwischen der Haltestelle Waldburg und Rehalp sowie der Sanierung der Haltestelle Waldburg selbst wurde eine wichtige Etappe erfolgreich abgeschlossen. Am vergangenen Wochenende fanden verschiedene finale Tests mit unterschiedlichen Fahrzeugen statt und seit Montag, 3. November 2025, verkehren die Züge der Forchbahn regulär auf dem neuen waldseitigen Gleis.
«Wir hatten die einzelnen Elemente wie Fahrleitung, Zugleitungssystem oder auch Signalanlage schon im Vorfeld geprüft. Nun haben wir das Gesamtpaket den letzten erfolgreichen Tests unterzogen: Alles lief nach Plan», erläutert ein zufriedener Thomas Hirt, Projektleiter Fahrweg der Forchbahn AG.
Die Bauarbeiten am zweiten, strassenseitigen Gleis sind bereits gestartet. Foto: Forchbahn
Bereits hat der Rückbau des alten Gleises auf der Seite der Forchstrasse begonnen. «Nun wird ein Teilbereich des alten Gleises neu eingedeckt und in den kommenden Monaten als Fahrspur für den Individualverkehr umgenutzt», so Thomas Hirt. «Wir verschieben so den ganzen Verkehr, damit wir im Bereich der Haltestelle Waldburg Platz erhalten, um an Werkleitungen und dem südlichen Teil der Personenunterführung arbeiten zu können».
Dazu waren ebenfalls umfassende Arbeiten nötig. «Wir hatten über 30 Leute auf der Baustelle im Einsatz, um Demarkierungen vorzunehmen, neue Strassenmarkierungen anzubringen, die Lichtsignalanlage umzustellen, die Signalanlage des strassenseitigen Gleis ausser Betrieb zu nehmen und den Verkehr auf der Forchstrasse umzustellen», ergänzt Thomas Hirt.
Die Gleisanlagen zwischen Rehalp und Waldburg und die Haltestelle Waldburg werden umfassend saniert, nun ist das neue Gleis 700 der «Frieda» fertiggestellt. Foto: Forchbahn
Es stehen in den nächsten Wochen weitere Nachtarbeiten an: Die Demontage der Fahrleitung des strassenseitigen Gleises und Arbeiten für die Verkehrsführung des Individualverkehrs entlang des neuen Gleises können aus Sicherheitsgründen nicht während des Normalbetriebs vorgenommen werden.
Daher werden verlängerte Nachtsperren nötig. in den kommenden zwei Wochen (9. bis 20. November 2025) sind jeweils die Nächte von Sonntag bis Donnerstag zwischen ca. 21.30 Uhr bis 05.00 Uhr betroffen. «Wir werden so oft wie möglich am Tag arbeiten, um die Belastung für die Anwohnenden so gering wie möglich zu halten», ergänzt Thomas Hirt. «Zudem stellt die Forchbahn in Nachtsperren die Mobilität ihrer Fahrgäste durch den Einsatz von Bahnersatzbussen zwischen Stadelhofen und Zollikerberg sicher.»
Als Bereichsleiter und Projektleiter Bahntechnik bei der Forchbahn trägt Nathanael Moor jede Menge Verantwortung. Bei seiner täglichen Arbeit verbindet der 32-Jährige sein technisches Fachwissen mit Führungsqualität, Teamgeist und grosser Begeisterung für das Bahnwesen – und das schon seit der Lehre.
Nathanael Moor, 32 Jahre, ist seit rund fünf Jahren bei der Forchbahn tätig. Fotos: Forchbahn
Nathanael Moors berufliche Laufbahn startete damals als Elektroniker bei Siemens. Nach zwei Jahren Grundbildung rotierten die Lernenden dort innerhalb der verschiedenen Abteilungen, wobei vor allem eine Abteilung Moors Interesse weckte: die der Eisenbahn. Für ihn stand sofort fest, dass er dorthin wollte. Als die Faszination für die Bahntechnik ihn auch nach einem Jahr nicht losliess, durfte er auch das vierte Lehrjahr dort verbringen, obwohl ursprünglich nur ein Jahr vorgesehen war. Nach Abschluss der Lehre betreute er während zehn Jahren das Leitsystem Iltis bei Siemens, eine Software für Fahrdienstleiter, um Weichen und Signale für Züge richtig zu stellen. Dabei kam auch die Forchbahn als Kundin und zukünftige Arbeitgeberin ins Spiel.
Von 2018 bis 2019 war Nathanael Moor im Auftrag von Siemens für die Neueinführung des Leitsystems Iltis zur Forchbahn geschickt worden. Dabei lernte er auch die Mitarbeitenden auf der Forch kennen, die ihm auf Anhieb sympathisch waren. Im starken Kontrast zur Grösse seiner damaligen Arbeitgeberin ist die Forchbahn ein kleines Unternehmen. Die offene, kollegiale Kultur und die überschaubare Grösse der Forchbahn sowie die neue Herausforderung, grössere und komplexere Projekte leiten zu könne, haben ihn schliesslich davon überzeugt, von Siemens zur Forchbahn zu wechseln. «Ich wollte mal auf die andere Seite wechseln, vom Lieferanten zum Bahnbetreiber», erklärt Moor.
Zwei Positionen unter einen Hut bringen
Bei der Forchbahn startete Nathanael Moor im Jahr 2020 in einem kleinen dreiköpfigen Team, das für die Bahntechnik zuständig ist. Sein Team war damals noch im Bereich Technik angesiedelt, künftig sollten die Projekte aber im Bereich Infrastruktur zusammengeführt werden. Ab März 2025 übernahm Moor zusätzlich die Position Bereichsleiter Projektmanagement Bahntechnik.
Nathanael Moor bespricht mit Teamkollege und Projektleiter Bahntechnik Andrea Christen (links) die Pläne eines Projekts.
Als Projektleiter ist Moor zuständig für den Teil der Projekte, die im Bereich Bahntechnik liegen – sprich: Fahrleitungen, Sicherungsanlagen (z. B. Stellwerk) und elektrische Anlagen (z. B. Beleuchtung von Haltestellen). Dabei gilt die Faustregel: Moor trägt die Hauptverantwortung des Projekts in der Funktion als Gesamtprojektleiter, solange der technische Anteil grösser ist als der Tiefbauanteil. Sollte das nicht der Fall sein, fungieren die Projektleiter Bahntechnik als Teilprojektleiter und unterstützen den Gesamtprojektleiter. Durch die vielen erfahrenen Projektleiter aus dem Team Fahrweg kann das junge Team Projektmanagement Bahntechnik von deren Erfahrungen profitieren.
«Ich wollte mal auf die andere Seite wechseln, vom Lieferanten zum Bahnbetreiber.»
Nathanael Moor, Projektleiter Bahntechnik und Bereichsleiter Projektmanagement
Die Funktionen als Bereichsleiter und als Projektleiter lassen sich nicht immer ganz einfach miteinander vereinbaren. Da gibt es beispielsweise die Herausforderung der Priorisierung der Arbeiten, die anstehen. In der Flut von E-Mails und Sitzungen den Überblick zu behalten, stellt sich manchmal im Arbeitsalltag als Herausforderung dar.
Gerne erinnert sich Nathanael Moor an sein erstes Projekt zurück, den Ersatz des Stellwerks am Zollikerberg, wo er zum ersten Mal die Gesamtprojektleitung innehatte. Dabei stand er unter einem gewissen Zeitdruck, da dafür auch ein neuer Technikraum her musste. Wenn dann drei Vierteljahre vor der geplanten Inbetriebnahme die Baubewilligung für den Technikraum noch nicht vorliegt, kann das schon knapp werden – aber für Moor nicht unmöglich.
Bahntechnik am eigenen Leib erfahren
Damit sind aber nicht alle Aufgaben Nathanael Moors aufgezählt. «Ich bin auch noch Lokführer», sagt der 32-Jährige mit einem Schmunzeln. Wie es dazu kam? «Ich hörte bei meiner Einstellung, dass es üblich ist, dass die aus dem Büro auch fahren, um bei Mangel als Lokführer einspringen zu können.» Also begann er vor zwei Jahren die Ausbildung. Das bringe ihm auch etwas für seinen primären Job, da er sich dadurch gut in Situationen hineinversetzen könne, etwa um Signale am richtigen Ort zu platzieren.
Zu den Arbeiten im Büro gehören z. B. auch Kontrollen des Arbeitsfortschritts vor Ort auf der Baustelle.
Moor durfte beispielsweise im Tunnel Zumikon, bei dem er als Projektleiter stark involviert war, als einer der ersten eine Testfahrt machen. «Da ich das Projekt betreut und begleitet habe, konnte ich gleich ausprobieren, ob wir alles richtig gemacht haben.» Dieses doppelte Engagement ist nur möglich, weil die Forchbahn ein kleines und familiäres Unternehmen ist. Die einzige Herausforderung: Er muss 100 Fahrstunden im Jahr haben, sonst verliert er die Bescheinigung.
Hauptsache Bewegung, auch neben den Gleisen
Und was macht Nathanael Moor, wenn er nicht gerade eines der vielen Projekte der Forchbahn leitet oder als Lokführer unterwegs ist? Dann treibt er gerne Sport, um den Kopf freizubekommen. Dabei spiele es keine Rolle, ob Unihockey, Wandern, Skifahren oder einfach draussen sein. Genau wie seine Arbeit bei der Forchbahn sind auch seine Hobbys breit gefächert und vielseitig. Besonders das Unihockey gefällt ihm; ein Mannschaftssport, der ihn an die Zusammenarbeit bei der Forchbahn erinnert: kein «Gärtlidenken», sondern ein Miteinander und ein ständiger Dialog.
Als Projektleiter muss man stets den Überblick behalten, auch in den hektischen Phasen eines Projekts.
Beim Bahnhof Scheuren entstehen derzeit zwei neue Stützmauern und ein Technikraum. Diese Vorarbeiten geschehen im Rahmen des Bauprojekts «Cluster 27» der Forchbahn, das eine umfassende Sanierung der Bahnhöfe in Scheuren, Hinteregg und Langwies ab Sommer 2027 umfasst. Aus Sicherheitsgründen muss nun ein Gehweg gesperrt werden.
Erste Vorarbeiten im Rahmen des Bauprojekts «Cluster 27» der Forchbahn beim Bahnhof Scheuren starten bereits diesen November. Bild: Forchbahn
Der vor dem Werkhofgebäude beim Bahnhof Scheuren beginnende Gehweg, der bis zum Kreisel in Aesch herunterführt, wird ab Montag, 3. November 2025, bis voraussichtlich Ende Juli 2026 gesperrt. Die Sperrung betrifft den ganzen Abschnitt vom Bahnhof Scheuren her; der Zugang zum Fahrradunterstand ist weiterhin gewährleistet.
Die Bauarbeiten erfolgen direkt beim bestehenden Gehweg, erstrecken sich über den gesamten Abschnitt zwischen der Forchstrasse und der Neuen Forchstrasse; auch ein mobiler Kran wird zum Einsatz kommen. Räumlich betrachtet ist keine punktuelle Umleitung der Fussgängerinnen und Fussgänger über die Strasse möglich. «Wir verstehen, dass eine solche Sperrung für viele Anwohnende umständlich ist. Wo immer möglich, versuchen wir daher, die Einschränkungen nur so kurz wie möglich zu halten – hier ist das leider nicht machbar», sagt Seraina Tresch, Projektleiterin Fahrweg bei der Forchbahn AG.
Den Fussgängerinnen und Fussgängern steht während der gesamten Bauzeit eine Umleitung über die Tägerenstrasse und Hellstrasse zur Verfügung. Die Wegführung wurde sorgfältig geprüft, um eine möglichst sichere Verbindung insbesondere für Kinder auf ihrem Schulweg zu gewährleisten. Um die Sicherheit zusätzlich zu verbessern, wurden Massnahmen beschlossen: Unter anderem werden die Sichtverhältnisse beim Parkplatz des Volgs verbessert, indem eine Hecke zurückgeschnitten und ein Entsorgungscontainer entfernt wird.
Grafik: Forchbahn
Für die Bewohnerinnen und Bewohner von Aesch bietet sich die Bushaltestelle Aesch als Alternative an, um ohne die Fusswegumleitung auf den ÖV zu gelangen. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 wird eine neue Buslinie vom Bahnhof Schwerzenbach bis zum Bahnhof Forch verkehren. Die Linie hält künftig am Kreisel in Aesch – Haltestelle Aesch bei Maur – und fährt von dort bis zum Bahnhof Forch, sodass man auch dort statt in Scheuren praktisch und bequem auf die «Frieda» umsteigen kann.
Des Weiteren wird ab dem 3. November 2025 zur Sicherheit der Bauarbeiter eine Warnanlage installiert, die bis zum Abschluss der Arbeiten im Sommer 2026 phasenweise in Betrieb sein wird. Die Forchbahn ist sich bewusst, dass diese Gehwegsperrung und die Umleitung gewisse Unannehmlichkeiten mit sich bringen. Die Massnahme ist jedoch unumgänglich, um die Arbeiten sicher und effizient durchführen zu können.
Die Forchbahn – auch bei Festen die zuverlässige Mobilitätspartnerin am Pfannenstiel – war Teil des gelungenen Forchfäschts und ist stolz, Teil der Gemeinschaft Forch Küsnachterberg zu sein.
Taufe des Forchbahnwagens «Zumikon / Waltikon» während des Forchfäschts 2025. Fotos: Forchbahn
Bereits zum zweiten Mal wurde der Bahnhof Forch nicht nur zum Mobilitätshub der Region, sondern auch zu einer Festmeile: Anfang Oktober fand das zweite Forchfäscht statt, an dem sich Gewerbe, Vereine und Landwirtschaft aus der Region im besten Licht präsentieren. Den ganzen Tag strömten Hunderte Besucherinnen und Besucher ans Fest, das von den Vereinen aus Küsnacht, Aesch und Maur getragen wird und daher lokal sehr gut verankert ist.
Unter dem Motto «Vo dö Forch für alli!» wurden den ganzen Tag diverse Attraktionen geboten, im Forchbahn-Depot informierte die «Frieda» etwa über aktuelle Projekte, und am Morgen fand hier sogar ein Gottesdienst statt. Zudem konnte man den ganzen Tag mit dem Feuerwehrauto als Shuttlefahrzeug ab Küsnacht Bahnhof zum Depot fahren.
Einer der Höhepunkte des Forchfäschts 2025 war sicherlich die Taufe des Forchbahnwagens auf den Namen Zumikon / Waltikon. Ebenfalls sehr beliebt die stündlichen Nostalgiefahrten mit dem historischen Wagen 4 der «Frieda» und das Säulirennen. Für die passende musikalische Unterhaltung des gelungenen Events sorgte die Formation Ybriger Blitz, ehe man den Abend dann im Festzelt beim Barbetrieb ausklingen liess.
Während auf der freien Strecke zwischen Rehalp und Waldburg die Arbeiten am Unterhaltsweg und der Natursteinmauer abgeschlossen werden konnten, nimmt auch die neue Personenunterführung (PU) bei der Haltestelle Waldburg immer konkretere Formen an. Weitere Details zu den geplanten Bauarbeiten.
Die Sanierung der Haltestelle Waldburg kommt planmässig voran. Fotos: Forchbahn
Im Rahmen der umfassenden Sanierung der Haltestelle Waldburg konnten die Arbeiten am Unterhaltsweg und der Natursteinmauer auf der freien Strecke zwischen Rehalp und Waldburg bereits abgeschlossen werden. Auch die neue Personenunterführung (PU) bei der Haltestelle Waldburg selbst nimmt immer konkretere Formen an – zumindest auf der nördlichen Seite der Strasse und der Gleise. Das Baugeschehen verlagert sich aktuell auf die andere Seite der Forchstrasse (Bild unten links). Daher kam es auch zur Umstellung der Verkehrsführung bei der Rietholzstrasse.
Intensive Arbeiten im Kreuzungsbereich Forchstrasse/Rietholzstrasse und rechts die fertige Natursteinmauer. Fotos: Forchbahn
In den nächsten Wochen erfolgen hier unter anderem Arbeiten im Vorgarten- und Trottoirbereich, womit die Grundlagen für den Werkleitungsbau gelegt werden. Im Schienenbereich stehen in den nächsten Wochen die Arbeiten für die Gleis sowie Fahrleitungs- und Signalinstallationen an. Zudem wird das waldseitige Gleise getestet, so dass die Forchbahn im November auf dem neuen Gleis sicher verkehren kann. Dann wird das strassenseitige Gleis teilweise abgebrochen oder temporär abgedeckt und als Fahrspur genutzt, um trotz intensiveren Bauarbeiten im Strassenbereich und an der PU weiterhin einen zweistreifigen Verkehrsfluss auf der Forchstrasse gewähren zu können.
Im Zuge der Fahrleitungs- und Signalinstallationen, den Arbeiten zur Umstellung des Forchbahn-Betriebs von einem Gleise auf das andere sowie der neuen Verkehrsführung des Individualverkehrs auf der Forchstrasse sind ab Oktober 2025 Nachtarbeiten unumgänglich. Dazu wird teilweise der Verkehr auf der Forchstrasse einstreifig geführt und mittels Verkehrsdienst geregelt.
Folgende Nächte ab ca. 21.30 Uhr bis 05.00 Uhr sind voraussichtlich betroffen:
So. 5. bis Do. 9. Oktober 2025
So. 12. bis Do. 16. Oktober 2025
So. 19. bis Do. 23. Oktober 2025
So. 26. bis Do. 30. Oktober 2025
So. 2. bis Do. 6. November 2025
So. 9. bis Do. 13. November 2025
So. 16. bis Do. 20. November 2025
Alle Beteiligten sind bemüht, die Beeinträchtigungen und die Lärmemissionen so gering wie möglich zu halten.